18.04.2002
Auf einer gemeinsamen Sitzung demonstrierten die FDP Ortsverbände Gross Grönau
und St.Jürgen/Innenstadt, dass es im nachbarschaftlichen Verhältnis zwischen
Lübeck und Gross Grönau auch anders geht, als zur Zeit von beiden Bürgermeistern
vorgemacht.
Die beiden Ortsverbände diskutierten in entspannter Atmosphäre Lösungsmöglichkeiten
im Streit um die lübsche Enklave. Dabei sparten beide Seiten nicht mit Kritik
an Bürgermeister Saxe, der durch sein schroffes Vorgehen unnötig Porzellan
zerschlagen habe. "Unter Nachbarn geht man anders miteinander um", betont
der Vorsitzende des Ortsverbandes St. Jürgen/Innenstadt Utz Wittkamp. Auch
Gross Grönaus FDP-Vorsitzender Hartmut Angenendt sieht in dem undiplomatischen
Vorgehen des Lübecker Bürgermeisters die Wurzel allen Übels. "Lübeck kann
nicht befehlen und dann auch noch erwarten, dass wir die Hacken zusammenknallen
und spuren".
In der Sache stellen sich die Liberalen vor allem die Frage, ob dass Gebiet
überhaupt bebaubar ist. Degegen spreche zum einen das Landschaftsschutzgebiet
Wakenitz, zum anderen die Nähe zum Flughafen. "Wer zieht denn schon in die
Ein- und Abflugschneise eines wachsenden Flughafens", gibt der Grönauer Schulz-Taurnier
zu Bedenken. Auch fragt man sich unter den Liberalen, wo Lübeck die notwendigen
Ausgleichsflächen hernehmen will. "Bevor man weiter über Verkaufspreise oder
auch einen Gebietstausch verhandelt, sollte man erst einmal klären, ob eine
Bebauung hier Sinn macht", so der stellvertretende Ortsvorsitzende St.Jürgen/Innenstadt
Mirko O. Schultz.
V.i.S.d.P.: Mirko O. Schultz (stellv. Vorsitzender)